Versuch die Ausstrahlung zu verhindern gescheitert

Am Montagabend haben 1,55 Millionen der 14- bis 49-Jährigen in RTL von 20.15 – 22.30 Uhr

Team Wallraff undercover in Psychiatrien und Jugendhilfe

gesehen. Inklusive der über-50-Jährigen sahen die Folge insgesamt 2,74 Millionen!

Leider wurde wie immer eine „bessere Psychiatrie“ beschworen, ein „guter“ Psychiater kommentiert, ohne dass der Schritt gemacht wurde, die Struktur der Zwangspsychiatrie aufzudecken, dass das Einsperren der Anfang allen Übels ist.

„Die Recherchen mit verdeckter Kamera sorgten für Unruhe. Im Vorfeld habe es so viele juristische Androhungen gegeben wie nie zuvor. “Wir haben bis kurz vor der Sendung fast 30 juristische Eingaben erhalten”, erklärt Rechtsanwältin Eva Pipke auf Nachfrage. “Es handelt sich dabei auch um zahlreiche Abmahnungen gegenüber der für die Sendung zuständigen Produktionsfirma infoNetwork GmbH und den einzelnen Undercover-Redakteuren….”
“Aufgrund der enormen Missstände, die wir aufgedeckt haben, hatten wir uns dafür entschieden, trotz des Gegenwindes zu veröffentlichen”, erläutert Pipke. Sie betont: “Wir sind froh, denen eine Stimme verliehen zu haben, denen lange Zeit keiner zugehört hat und zwar Patienten und Mitarbeitern.” Wallraff hatte bereits vor der Ausstrahlung in einem Video-Statement mitgeteilt: “Wir senden jetzt erst recht.”
Zitiert aus Media.de

Das Medienecho auf diese Sendung:

  • Focus Online gibt in Worten wieder, was an Misshandlungen zu sehen war, siehe hier.
  • Weitere Presseberichte in: Der Westen, siehe hier.
  • Tagesspiegel – Wallraff setzt Berliner Vivantes-Konzern unter Druck – Berlins landeseigene Klinikkette versuchte nach Tagesspiegel-Informationen, rechtlich gegen die Ausstrahlung der Sendung vorzugehen, siehe hier.
  • Berliner Morgenpost – RTL dokumentiert schlimme Zustände in Berliner Psychiatrie, siehe hier.
  • Spiegel OnlineUndercover in der psychiatrischen Steinzeit, siehe hier.
  • Stern –  Eingesperrt in der Gummizelle: Undercover-Reporter zeigen untragbare Zustände in Psychiatrien, siehe hier.
  • Bild hatte die Schlagzeile: Horrende Zustände in Psycho-Kliniken – „Wallraff“-Ausstrahlung sollte verhindert werden, siehe hier.

RA Dr. David Schneider-Addae-Mensah wird am Ende der Sendung zu krassem Unrecht in der Forensik interviewt, und wie er seinen Mandanten frei bekam. Das Interview usw. ist in Youtube oben oder hier zu sehen: https://youtu.be/KHr7kTgOs5I

In 4 Kapiteln ist der erste Teil der Dokumentation (ca 80 Minuten) der Produktion hier in der Mediatek zu sehen.

Nach der Auswertung unserer Umfrage 2018 bei Chefärztinnen und Chefärzten in der BRD war klar: Psychiatrie – merkbefreit und lernresistent    

Übrigens:
Der frühere Chefarzt in Zschadraß hat was von Gert Postel und uns gelernt, Zitat:
Das Psychiatriegesetz stellt eine Stigmatisierung und Entrechtung psychisch Kranker dar – warnt der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bezirkstagsfraktion Dr. Horst Krömker, Zitat von hier.

Die Gier der Zwangspsychiatrie

Dem Drängen der Berufsbetreuer, mehr Geld zu bekommen, will die GroKo nachkommen. Die-BPE wurde zu dem entsprechenden Gesetzentwurf um eine Stellungnahme gebeten. Sie hat die Gelegenheit genutzt zu fordern, in dem geplanten Gesetz im Sinne des Beschlusses der JuMiKo Folgendes im Abschnitt 3 des Gesetzentwurfs zu löschen:

§ 4
(3) Verfügt der Betreuer über besondere Kenntnisse, die für die Führung der Betreuung nutzbar sind, so richtet sich die Vergütung
1. nach Vergütungstabelle B, wenn diese Kenntnisse durch eine abgeschlossene Lehre oder eine vergleichbare abgeschlossene Ausbildung erworben sind;
2. nach Vergütungstabelle C, wenn diese Kenntnisse durch eine abgeschlossene Ausbildung an einer Hochschule oder durch eine vergleichbare abgeschlossene Ausbildung erworben sind.

Dann könnten Berufsbetreuer endlich verstehen, dass auch jede schleichende bzw. vorbereitende Einführung einer Berufsbetreuer-Qualifizierung durch die Bezahlungs-Hintertür unmöglich geworden ist, weil es um grundsätzlich gewaltfrei zu erlangtes Vertrauen und eben nicht um berufliche Qualifizierung geht. Berufliche Qualifizierung ist genauso unsinnig, wie wenn für eine Heirat ein Heiratsqualifizierungsschein verlangt würde.

Auch wenn diese ausbildungsabhängige Vergütung im derzeit geltenden Vormünder- und Betreuervergütungsgesetz vom 21. April 2005  schon so enthalten ist, wäre es ein Fortschritt diese Vergütungsstaffelung zu beseitigen. Dadurch würde unterstrichen, was die JuMiKo so klar und deutlich als wesentlich für Betreuung benannt hat: es steht im Widerspruch zu dem gesetzlichen Leitbild der (ehrenamtlichen) Betreuung, wenn durch Kenntnisse der Berufsbetreuer in verschiedenen Rechtsgebieten außerhalb des Betreuungsrechts, im Bereich der Vermögensverwaltung und Privatinsolvenz und der Medizin eine Hierarchisierung von Betreuenden geschaffen würde.
Das Bundesjustizministerium hat diese Stellungnahme hier veröffentlicht.


Alles Placebo

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete am 23.2., wie wirksam der Glauben an die Vodoo-Künste der Ärzte ist. Bei dem besonderen Machtgefälle und der nötigenden Gewalt in der Psychiatrie muss man vermuten, dass nur dieses „Glauben machen“ wirkt. Siehe Bericht hier.


Manipulationsverdacht bei deutschlandweiter Psychiatrie-Studie

Die Zwangspsychiatrie kann den Hals nicht voll genug bekommen:
Hat sie sich bisher darauf verlassen können, dass „Wissenschaft“ all ihre Forderungen bestätigt, ist nun deren Gier offenbar so übermächtig geworden, dass eine „wissenschaftliche“ Untersuchung gefälscht wurde – zumindest wird von einem entsprechenden Betrugsverdacht in Spektrum der Wissenschaft prominent berichtet, siehe hier.

Lippenbekenntnisse von Prof. Pollmächer?

Der neue President Elect der DGPPN ist Prof. Thomas Pollmächer. Zusammen mit Prof. Andreas Heinz als derzeitigem Präsident und dem Past President Arno Deister bilden sie das Präsidenten-Trio der DGPPN.
Prof. Pollmächer hat in der neuen Ausgabe von Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie den Artikel: Zur Legitimität fremdnützigen Handelns in der Medizin und speziell in der Psychiatrie veröffentlicht, siehe: https://doi.org/10.1007/s11757-018-00517-0
Aus diesem Artikel zitieren wir die markantesten Stellen, die belegen, dass nun das ganze Präsidenten-Trio öffentlich die Meinung vertritt, die Prof. Heinz mit Unterstützung von Prof. Deister im Rechtsausschuss des Bundestags zum Besten gegeben hat:  Wenn man alles ablehnt, muss man ein Recht haben, nicht in eine psychiatrische Klinik zu kommen.
(Seite 13 im Wortprotokoll, das hier als PDF vom Bundestag veröffentlicht wurde):

…“Aus ärztlicher und medizinethischer Sicht ist die Unterbringung in einem Krankenhaus aber nur dann zu rechtfertigen und dem Betreffenden zuzumuten, wenn dort auch eine Behandlung stattfinden kann. Ist dies faktisch oder rechtlich nicht möglich, bleibt der aufnehmenden Einrichtung – hier dem Krankenhaus – nur ein Vollzug der Sicherungsmaßnahmen und deren Überwachung.“…

…“Ist aber eine Behandlung faktisch oder rechtlich unmöglich, dann sind der Aufenthalt eines Patienten in einem Krankenhaus und eine
Freiheitsentziehung unter ärztlicher Aufsicht schlicht sinnlos und mit den ethischen Grundlagen medizinischen Handelns nicht vereinbar. Dem Verfasser erscheint eine solche Krankenhausunterbringung auch mit der UN-Behindertenrechtskonvention unvereinbar, welche in Art. 14 eine Freiheitsentziehung aufgrund einer Behinderung (und damit auch aufgrund einer psychischen Erkrankung) untersagt.“…

„Die Umsetzung dieser Überlegungen in die rechtliche und faktische Praxis würde dazu führen, dass nur noch solche Patienten in einem Krankenhaus untergebracht würden, die einer dortigen Unterbringung und Behandlung freiwillig zustimmen, oder, falls diese Patienten bezüglich einer Behandlung nicht selbstbestimmungsfähig sind, deren vorausverfügter oder mutmaßlicher Wille einer Behandlung nicht entgegensteht. Andere Patienten könnten hingegen nicht in ärztlich geleiteten Einrichtungen untergebracht werden, obwohl sie psychisch krank und aufgrund dieser Erkrankung für andere gefährlich wären.“
[Anmerkung WFZ: mutmaßlich will niemand zwangsbehandelt werden, wer es will, müsste es verlautbart haben und dafür müsste es Zeugen geben]

…“Zusammenfassend erscheint die fremdnützige Unterbringung von Menschen mit psychischen Erkrankungen in psychiatrischen Krankenhäusern gegen ihren Willen problematisch, wenn nicht sogar illegitim, falls dort eine Behandlung nicht durchgeführt werden kann. Dabei ist es unerheblich, ob der freie, vorausverfügte oder mutmaßliche Wille des Betroffenen die Behandlung unmöglich macht, oder aber, ob es Behandlungsmöglichkeiten gar nicht gibt.“…

Wann verkündet endlich die DGPPN, dass sie ein entsprechendes Gesetzgebungsverfahren fordert, bzw. durch eine interne Richtlinie dieses Recht verwirklicht? Bis auf Weiteres können wir nur vermuten, dass es sich nur um heuchlerische Lippenbekentnisse von dem Präsidenten-Trio handelt, weil nur der Chefarzt der Psychiatrie Heidenheim, Dr. Martin Zinkler, in seiner Antwort auf unsere Umfrage bei den Chefärzten  versicherte, dass alle, die psychiatrische Untersuchung, Diagnose und Behandlung, dokumentiert in einer vorher niedergelegten Patientenverfügung – z.B. vom Typ PatVerfü® – ablehnen, in seiner Klinik das Recht haben, diese jederzeit zu verlassen bzw. gegebenenfalls, wenn gar keine Hilfe nachgefragt wird, gar nicht aufgenommen werden.
Der Bericht über diese Umfrage ist hier nachzulesen.

Zwei Empfehlungen aus der ZDF-Mediathek

Nebel im August

Noch bis Sonntag Abend 3.2.2019 um 23:59 Uhr ist dieser Film in der Mediathek des ZDF frei zugänglich hier abzurufen.
Es ist der erste deutsche Spielfilm über den systematischen ärztlichen Massenmord und zeichnet die wahre Geschichte des 13 jährigen Jungen Ernst Lossa nach, der 1944 in einer bayerischen Klinik eingesperrt und dort schließlich umgebracht wurde. Filmbeschreibung + Kritiken hier.
Wir berichteten von dem Film, als er 2016 in die Kinos kam.
Es ist die zweite künstlerische Bearbeitung des systematischen ärztlichen Massenmord in einem Film nach der polnischen Verfilmung des Buches von Stanisław Lem: Das Hospital der Verklärung

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Patienten im Visier – Ärzte zocken ab

Diese investigative ZDF Dokumentation vom 17.1. ist noch bis 30.6.2019 in der Mediathek des ZDF hier abzurufen.

In kaum einer Branche wird so viel Geld umgesetzt wie im Gesundheitswesen: jährlich fast 350 Milliarden Euro. Die Kontrollen: mangelhaft! Das nutzen einige Ärzte und Unternehmen aus.
Der Film deckt die Tricks im Gesundheitswesen auf. Ärzte und Branchen-Insider packen aus. Versicherer und Fahnder schildern Probleme bei den Ermittlungen – aber auch von Erfolgen. Es kommen auch Juristen zu Wort, betroffene Patienten schildern ihre Erfahrungen, und Verbraucherschützer geben Tipps, wie sich Patienten davor schützen können, über den Tisch gezogen zu werden.

3 weitere kurze Nachrichten

Das kann teuer werden, Herr Kröber !

Sowohl die Süddeutsche Zeitung wie der Bayerische Rundfunk berichten davon, dass der Unterstützerkreis für Ulvi Kulac den forensischen Psychiater Prof. Hans-Ludwig Kröber wegen seiner Gutachten auf 350.000 Euro Schadenersatz beim Landgericht Berlin verklagt hat. „Wir haben die 170 Seiten Klageschrift bereits beim Landgericht Berlin eingereicht und mehrere Kisten Dokumentationsmaterial mitgeliefert“. Thomas Saschenbrecker war dar Anwalt von Ulvi, der vor 3 Jahren den Weg aus der Forensik fand, siehe hier.
Bild oben: Gert Postel, Ulvi Kulac und Thomas Saschenbrecker nach der Gerichtsverhandlung
Ausführlicher Bericht Süddeutsche hier.
und Bayerische Rundfunk hier.

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Endlich hat eine Zeitung begriffen und umgesetzt, was wir seit 10 Jahren beim Gedenken an aller erster Stelle fordern: www.iaapa.de/8_demands.htm#dt

Helfen Sie, die perfekten Nazi-Morde dadurch imperfekt zu machen, dass…
1. …der Nazi-Jargon „Euthanasie“ (= ärztlich-assistierter Suizid) aus dem Sprachgebrauch verbannt wird, wenn damit der systematische ärztliche Massenmord von 1939 bis 1949 gemeint ist. Die Nazis haben das Wort „Euthanasie“ gebraucht, um zynisch zu unterstellen, daß es die Opfer selber waren, die ihren Tod gewünscht hätten. Wenn Sie diesen Begriff benutzen, werden die Opfer noch einmal – JETZT – entwürdigt. Wenn Sie dieses Wort für den systematischen ärztlichen Massenmord von 1939 bis 1949 benutzen, helfen Sie, Ärzte-Nazi-Ideologie zu reproduzieren, bringen Solidarität mit den Tätern zum Ausdruck und beteiligen sich am Versuch der Vertuschung von deren Schuld.

Die Junge Welt schrieb am 15.12.:

Namensgebend für diese systematische Ermordung, die nach 1945 die Bezeichnung »Aktion T 4« erhielt, war die in einer damaligen Villa in der Tiergartenstraße 4 untergebrachte Planungs- und Verwaltungsbehörde, in der das koordiniert wurde, was die Nazis verächtlich »Vernichtung lebensunwerten Lebens« nannten. Oft wurde allerdings auch der in diesem Zusammenhang völlig irreführende Begriff »Euthanasie« verwandt.

Mag dieser Bericht ansonsten auch seine Mängel haben, diese
Irreführung endlich bemerkt zu haben, muss anerkannt werden:
Hoffentlich zieht diese Erkenntnis bald weitere Kreise! 

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US-Pharmariese muss sich wegen Menschenversuchen in 40er Jahren verantworten

In Guatemala waren vor ca 70 Jahren hunderte Menschen absichtlich mit der Geschlechtskrankheit Syphilis infiziert worden. Ziel dieser Menschenversuche war es herauszufinden, ob Penicillin gegen sexuell übertragbare Krankheiten wirkt.

Im Jahr 2015 hatten 774 Opfer und Opferangehörige Klage eingereicht. Sie versichern, die Versuche seien ohne ihr Wissen oder ihre Zustimmung erfolgt. Nach Angaben von Richter Chuang, der die Klage nun zuließ, fordern die Kläger eine Milliarde Dollar Entschädigung, siehe Bericht in Focus.

Zum neuen Jahr 3 gute Kurznachrichten

Wie die Tagesschau am 13.12. letzten Jahres berichtete, wurde der in einer Patientenverfügung festgelegte Wille vom Bundesgerichtshof (BGH) nochmals ausdrücklich bestärkt – auch wenn dies zum Abbruch einer Behandlung führt und damit der/die Betroffene früher versterben sollte. Insbesondere müssen auch Zeugenaussagen beachtet werden, die eine solche mündlich wiederholte Willensäußerung bestätigen: BGH Aktenzeichen: XII ZB 107/18.
Das ist eine sehr gute Entscheidung, denn dadurch wird jeder Versuch, gegen den in einer PatVerfü niedergelegten Wille später mit psychiatrischem Zwang vorzugehen, von vornherein illegal: diese Zwangsausübung zu Diagnose wie zur Behandlung wird sofort zu einer Körperverletzung (siehe z.b. LG Köln, Urteil vom 8.2.1995, 25 O 308/92, med. Untersuchung ohne Zustimmung illegal, Arzt musste Schmerzensgeld zahlen) und jede Einsperrung zu einer Freiheitsberaubung:
https://www.tagesschau.de/inland/bgh-patientenverfuegung-101.html


Österreich humpelt nach:
Wie uns erst jetzt bekannt wurde, gibt es in Österreich seit dem 25. April 2017 ein Vorsorgevollmachtgesetz: das 2. Erwachsenenschutz-Gesetz Bundesgesetzblatt Nr. 59/2017. Darin wird zwar der Vorrang der Vorsorgevollmacht vor einer früher Sachwalterschaft genannten Erwachsenenvertretung festgelegt, aber die weiteren im Gesetz genannten Bedingungen müssen noch vor den Gerichten ausgefochten werden. Wir hoffen, dass sich so bald wie möglich Betroffene mit AnwältInnen dafür engagieren, die ohne Interessenkonflikte das in der Behindertenrechtskonvention (BRK) Festgelegte über die Instanzen erstreiten. Österreich wurde schon 2013 vom Genfer UN-Komitee für die BRK massiv kritisiert, wir berichteten hier.


Wie wichtig es ist, einen gewieften Verteidiger zu haben, wenn in einem Strafprozess die Staatsanwaltschaft psychiatrische Gutachter aufmarschieren lässt, beweist dieses Urteil der bayerischen Justiz, die Süddeutsche berichtet:
Stalkerin war zu Unrecht in der Psychiatrie
Die Frau hatte Glück, dass Dr. David Schneider-Addae-Mensah ihr Anwalt war, der von einer „politisch motivierten Freiheitsberaubung“spricht, siehe auch Kartell gegen § 63.

Psychiatrische Diagnosen als Form des „sozialen Tötens“

Gert Postel war in Österreich im Fernsehen

Aus dem „Vorarlberg heute“-Studio des ORF wird darüber sehr gut berichtet.
Darauf folgte ein großer Blog-Beitrag in „Der Standard“, in dem Gert Postel mit: Psychiatrische Diagnosen als Form des „sozialen Tötens“ zitiert wird, siehe hier.
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Wie fadenscheinig Psychiatrie ist, wurde nun auch in Großbritannien von der BBC öffentlich dokumentiert:
Dort war die Neuseeländerin Zholia Alemi sogar 22 Jahre in einer Psychiatrie als Ärztin tätig, obwohl sie nie dazu ausgebildet worden war. Auch sie ist nicht etwa durch mangelnde Qualifikation aufgefallen – die es bei Psychiatern eben sowieso nicht gibt – sondern dadurch, dass sie ein Testament gefälscht hatte und damit knapp 1,5 Millionen € abzocken wollte, siehe ausführlichen Bericht hier.
Statt zuzugeben, dass Psychiatrie eine Fake Science ist, sollen nun die Papiere von 3000 nach GB immigrierten Ärzten überprüft werden 😆
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In NRW sollen die Polizeigesetze unerträglich und grundrechtsnegierend verschärft werden.
Wer kann, soll sich an der Demonstration am Samstag 8.12. um 13 Uhr in der Friedrich-Ebert-Straße 34-38 (DGB Haus) in Düsseldorf beteiligen. Ausführliche Infos dazu hier.

Die Bringschuld der DGPPN

Endlich liefern!

Vor dem Zugang zum Jahreskongress der DGPPN konnten wir gestern und heute dessen BesucherInnen mit über 3500 verteilten Flugblättern über die Bringschuld der DGPPN informieren.
In einer Umfrage mussten wir Anfang des Jahres feststellen, dass bundesweit offenbar nur ein einziger Chefarzt einer psychiatrischen Klinik das durch das Patientenverfügungsgesetz § 1901a BGB geschaffene Recht kennt und anzuwenden weiß. Nur der Chefarzt der Psychiatrie Heidenheim, Dr. Martin Zinkler versicherte in seiner Antwort auf unsere Umfrage, dass alle, die psychiatrische Untersuchung, Diagnose und Behandlung, dokumentiert in einer vorher niedergelegten Patientenverfügung – z.B. vom Typ PatVerfü®: www.patverfue.de – ablehnen, in seiner Klinik das Recht haben, diese jederzeit zu verlassen bzw. gegebenenfalls, wenn gar keine Hilfe nachgefragt wird, gar nicht aufgenommen werden. Der Bericht über diese Umfrage hier: https://www.zwangspsychiatrie.de/2018/03/umfrage-psychiatrie-ist-merkbefreit-lernresistent

So haben wir nun mit dem folgenden Flugblatt die BesucherInnen des DGPPN Kongresses aufgeklärt und die Zusagen der DGPPN Präsidenten zum Gesprächsthema gemacht:

 

Endlich liefern!

Am 26.4.2017 sagte Prof. Andreas Heinz in einer öffentlichen Anhörung im Rechtsausschuss des Bundestages, Zitat:

Wichtig in diesem Rahmen ist aber: Was ist in Situationen, in denen Patienten mit einer Patientenverfügung jegliche psychiatrische Diagnostik ablehnen? Also nicht nur bestimmte Medikamente, sondern jede Diagnostik und auch Psychotherapie? Ich finde, dass die Patienten das Recht haben müssten, nicht in einer psychiatrischen Klinik untergebracht zu werden. [……] Wenn man alles ablehnt, muss man ein Recht haben, nicht in eine psychiatrische Klinik zu kommen.         
(Seite 13 im Wortprotokoll, das hier als PDF vom Bundestag veröffentlicht wurde: http://tinyurl.com/y7axe6km )

Prof. Heinz ist für 2019/2020 der gewählte Präsident der DGPPN. Prof. Deister, der gegenwärtige Präsident der DGPPN, bestätigte, Zitat: „Prof. Heinz hat in seiner Stellungnahme gegenüber dem Deutschen Bundestag in seiner Funktion als President Elect der DGPPN für die Fachgesellschaft gesprochen.“

Wer das Gesetz kennt weiß, dass jede Untersuchung und Diagnose einer tatsächlichen oder vermeintlichen psychischen Krankheit durch eine (in der Regel schriftliche) Patientenverfügung gemäß §1901a BGB rechtswirksam untersagt werden kann. § 1901a BGB erster Absatz lautet (Fett von uns hinzugefügt):

(1) Hat ein einwilligungsfähiger Volljähriger für den Fall seiner Einwilligungsunfähigkeit schriftlich festgelegt, ob er in bestimmte, zum Zeitpunkt der Festlegung noch nicht unmittelbar bevorstehende Untersuchungen seines Gesundheitszustands, Heilbehandlungen oder ärztliche Eingriffe einwilligt oder sie untersagt (Patientenverfügung), prüft der Betreuer, ob diese Festlegungen auf die aktuelle Lebens- und Behandlungssituation zutreffen. Ist dies der Fall, hat der Betreuer dem Willen des Betreuten Ausdruck und Geltung zu verschaffen.

Prof. Heinz und DGPPN, keine leeren Versprechungen:
Her mit dem neuen Gesetz

V.i.S.d.P.: die-Bpe.de, im Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin

Hurra, die JUMIKO ist da

Die Justiz-Minister-Konferenz der Länder (JUMIKO) hat bei ihrem letzten Treffen eine großartigen Beschluss zum Betreuungsrecht gefasst, siehe hier. Damit kann man vorhersagen, dass aus den Professionalisierungswünschen der Berufsbetreuer nichts mehr wird – einem entsprechenden Gesetz müsste der Bundesrat zustimmen und mit diesem Beschluss der JUMIKO ist das aussichtslos geworden. Damit hat die JUMIKO den Beschluss der Herbstkonferenz vom 9.11.2011 bestätigt, den sie als Resultat des Abschlussberichts einer Arbeitsgruppe zum Betreuungsrecht gefasst hatte, siehe hier. In ihren Empfehlungen hielt sie damals fest, Zitat:

Die Arbeitsgruppe spricht sich gegen eine gesetzliche Festlegung von Eignungskriterien sowie gegen eine abstrakt-generelle Regelung zum Berufsbild für Berufsbetreuerinnen und Berufsbetreuer aus. (S.9, wiederholt auf S. 33)

(Eine detaillierte Argumentation zu unserer Forderung, siehe hier) Für diesen Beschluss wollten wir uns bei den Justizminister/innen bedanken und haben sie deshalb heute mit Blumen am Eingang des Versammlungsortes willkommen geheißen und skandiert:
Hurra, Hurra, die JUMIKO ist da.
Sie haben sich über diesen Empfang gefreut und der aktuelle Vorsitzende der JUMIKO sprach mit uns, siehe Bild links oben.
Außerdem erhielten alle mit den Blumen unser Flugblatt, siehe hier.

Bilder von unserem Danke JUMIKO Empfang und einige der Minister/innen siehe hier: https://www.zwangspsychiatrie.de/bilder-der-jumiko-demo.

Nina singt das Freiheitslied…

…beim Konzert am 10.11. in Berlin. Ein Video davon hier.
Die Morgenpost berichtet: „Für Nina Hagen fährt der Zug Richtung Freiheit“, Zitat:

„…und macht Werbung für Patientenverfügungen (Hagen ist Schirmfrau der Initiative „Patverfü”).
Ihrer Schrullen ist sie sich durchaus bewusst – so singt sie „Die Freiheit verrückt zu sein, die nehme ich mir” und nach diesem grandiosen Abend voller stimmgewaltiger Lieder über Gott, die auch bei Nichtgläubigen Freude statt Fremdscham auslösen, ist man froh, dass sie das seit Jahrzehnten tut.