Die „Kellerkinder“entpuppen sich als bezahlte Hofschranzen der Bundesregierung

Wie man unschwer an dem Internetauftritt des sogenannten „Landschaftstrialogs1“ der „Kellerkinder“ sehen kann, wird die Unternehmung von der Bundesregierung gefördert, sprich bezahlt.

Er ist ein Musterbeispiel für das Herrschaftsinstrument, dem Herbert Marcuse in „Der eindimensionale Mensch“ den Namen „repressive Toleranz“ gegeben hat: Es wird so getan, als ob ganz tolerant zum „Diskurs“ für „Handlungsempfehlungen“ eingeladen würde, aber „Beteiligung“ soll nur vorgetäuscht werden. Tatsächlich wird dann aber zu erduldende Freiheitsberaubung und Körperverletzung durch psychiatrische Zwangseinweisung und Zwangsbehandlung von den Hofschranzen als diskutierbare „Ultima Ratio“ einer staatlichen Folter“pflicht“ präsentiert. Mit dieser Einladung der Bundesregierung an die Hofschranzen wird also nur so getan, als ob unsere Meinung als Betroffene Bedeutung habe, angeblich „nothing about us without us“ beachtet würde. Aber tatsächlich geht es nur um die bezahlte Simulation eines Gehörs, um dann fälschlich behaupten zu können, die Betroffenen seien beteiligt worden. Aus Anlass der Demonstration gegen die Jahrestagung der DGSP haben wir in Zusammenarbeit mit dem BPE und die-BPE die Hintertreibung unserer menschenrechtlichen Forderungen aufgezeigt, siehe hier2. Hingegen wird in der „Kurzpräsentation zu Zwangsmaßnahmen3“ über Zwangsmaßnahmen nur schwadroniert.

Im Folgenden zitieren wir in kursiv die „Kurzpräsentation“ vollständig, damit nichts davon unterschlagen worden sei, und fügen unsere Kritik in rot und fett jeweils dazwischen ein.

Das Thema Betreuung und Zwangsmaßnahmen ist oft ein sehr emotionales.
Auch wir haben in der AG sehr vielseitig und mit unterschiedlichen Perspektiven und Einstellungen argumentiert und uns ausgetauscht.

Zentral war, dass wir in einem Austausch blieben, uns gegenseitig zuhörten und als gleichberechtigte Gesprächspartner*innen wahrnahmen. Nein! Betroffene sprechen aus einem Recht auf ihren eigenen Körper heraus, das als höchstpersönliches Recht selbstverständlich nicht als gleichberechtigt zu den Meinungen anderer „verkauft“ werden darf. Lesen Sie mehr »

So stellt man sich die Hölle vor

Dieser leider sehr krankheitseinsichtige Film „Der Maßregelvollzug: Weggesperrt und vergessen?“ wurde am Montag um 22 h im NDR Fernsehen gezeigt, siehe oben.

Die frühere Gerichtsreporterin und jetzt stellvertretende Chefredakteurin von Die Zeit, Sabine Rückert, stellt in Minute 17:27 trocken fest:...dass letztlich hier [in der Forensik] ein Willkürsystem herrscht ..
                        Und so stellt man sich die Hölle vor
und ab Minute 18:58 wird über den von uns vorhergesagten Rückschritt durch das Scheinreförmchen 2016 berichtet: die durchschnittliche Verweildauer ist von 6,78 Jahren 2010 auf 8,17 Jahre 2020 angestiegen!
Siehe: 1. Lesung eines Scheinreförmchens des § 63 StGB
und: Anhörung des Scheinreförmchens des § 63 im Rechtsausschuss des Bundestages
Siehe auch rechts Link zu: Weg mit § 63 !

Ampel Koalitionsvertrags – schlimmer geht immer

Was uns mit der neuen Bundesregierung blüht, wird schon im Koalitionsvertrag angekündigt, siehe: https://www.tagesschau.de/koalitionsvertrag-147.pdf :
Geradezu selbstverständlich, kein Wörtchen zur Abschaffung von Zwang und Gewalt entsprechend der UN-Behindertenrechtskonvention, sondern: Weiter so mit Lug und Trug
Aber schlimmer geht immer, siehe auf Seite 86:  Die psychiatrische Notfall- und Krisenversorgung bauen wir flächendeckend aus.
Also soll das psychiatrische Zwangs- und Gewaltsystem noch engmaschiger gestrickt werden und mit den erneuerten PsychKGen (der Grüne Manne Lucha dabei ganz vorne!) je nach dem auch in Wohnungen einmarschiert werden – natürlich wie immer mit vorgeblichem „Gefahr im Verzug“!  Polizeiliche Todesschüsse aus „Putativnotwehr“ inklusive.
Nicht mal die von der FDP abgelehnte automatische Ehegattenbevollmächtigung in Gesundheitsfragen im neuen Betreuungsgesetz soll abgeschafft werden. Schlimm, schlimm was uns da für eine Ampel droht: Die Repression bis zum Anschlag.

Über den eigenen Körper bestimmen: eine Frage der Menschenrechte

Über den eigenen Körper bestimmen: eine Frage der Menschenrechte
Dass Menschen, die nicht geschlechterkonform leben, sich gegen eine Einschränkung ihrer Rechte mit dem gleichen Argument wehren, auf dem all unsere Forderungen basieren, dem Recht auf den eignen Körper und dessen Schutz durch Menschenrechte, kann man hier nachlesen:  https://geschichtedergegenwart.ch/terf/?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

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Welches unaufgeklärte Maß an Misshandlungen nicht nur mit Psychopharmaka bei den sog. Kinderverschickungen bis in die 90er Jahren gang und gäbe war, darüber wird in der Tagesschau berichtet, siehe: https://www.tagesschau.de/investigativ/report-mainz/verschickungskinder-kur-heime-misshandlungen-101.html

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Neue Berichte über den Kinder und Jugendpsychiater Winterhoff, siehe: https://tinyurl.com/4urw6s6b

Shrink Bashing

Dass man in der Wahl seiner Freunde vorsichtig sein sollte, insbesondere, wenn man wegen des Vertrauens in einen „Therapeuten“ eigene Verantwortlichkeiten – wie z.B. sich um seine eigenen Finanzen zu kümmern – vernachlässigt, darüber berichtet eine neue Serie in Amerika:  Zu „Der Therapeut von nebenan“ (Original Titel „The Shrink Next Door“) haben sowohl die FAZ , als auch die Taz einen Artikel veröffentlicht.
Die Serie erzählt von einer wahren Begebenheit, von der völligen Abhängigkeit, in die man dann geraten kann, wenn man das Vertrauen zu einem „Therapeuten“ mit dem Vertrauen in eine wirkliche Freundschaft verwechselt. Wie schamlos das in diesem Fall zur Bereicherung des Psychiaters genutzt wurde, wird in den Filmen in Form einer unterhaltsame Kömödie erzählt.

Ein andere, sehr berühmte Geschichte ist die von Brian Wilson, dem Gründer und Komponisten von The Beach Boys, der zu den bedeutendsten Komponisten und Musikproduzenten des 20. Jahrhunderts zählt. Er wurde von seinem Psychiater, Eugene Landy, hemmungslos ausgenommen. Er brauchte mehrere Jahrzehnte, um sich von diesem Missbrauch wieder zu erholen, und die über 30 Jahre unterbrochene Arbeit z.B an seinem Album Smile zu vollenden, siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Brian_Wilson.

So eine zerstörerische Abhängigkeit ist vor allem durch ein Machtgefälle zu erklären, das im Fall eines/r Psychiaters/Psychiaterin durch die Einschüchterung und Verleumdung einer psychiatrischen „Diagnose“, die Verinnerlichung der herrschenden biologistisch/medizinischen Ideologie über den menschlichem  Geist und letztendlich in deren/dessen Option auf Zwang begründet ist. Wenn man irgendwelche Hoffnungen in eine „Therapie“ bei einem Psychiater/Psychologin haben sollte, dann unbedingt vorher eine Patientenverfügung vom Typ www.PatVerfü.de abschließen, und in unserer FAQ die Frage 9 lesen: Was ist von der………….“Therapie“ zu halten?

Wir gratulieren:

Britney Spears hat sich nicht nur aus der Vormundschaft Ihres Vaters befreien können, sondern konnte die ganze irreführend „Betreuung“ genannte Vormundschaft abschütteln. Eine Richterin erklärte sämtliche Auflagen ihrer Vormundschaft für beendet, siehe https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/britney-spears-109.html. Wie glücklich sie darüber ist hat sie in Facebook veröffentlicht: https://www.facebook.com/britneyspears/videos/627097728712163

DGSP auf dem Holzweg! So wird keine Psychiatrie je gewaltfrei.

Die DGSP Jahrestagung am 11.-13. November in Bremen wurde von einer gemeinsamen Demonstration von dem BPE und die-BPE am Tagungsort begleitet. Unter dieser Überschrift wurde die Jahrestagung der DGSP 2021 kritisiert :

DGSP auf dem Holzweg!

„Natürlich machen wir weiter“
Zitat Ilse Eichenbrenner in „Soziale Psychiatrie“ 3/2000*

Wer Menschenrechte relativiert, versucht deren Missachtung zu rationalisieren, „unteilbare Menschenrechte zu zerschnibbeln, gewibbelt punktuell zu halten“, charakterisiert Wolf-Dieter Narr 2005 das in seiner Laudatio auf Thomas Saschenbrecker.**

Zur Veranschaulichung: Z.B. sind ein Apartheitsregime, Sklaverei und Folter Menschenrechts-Verbrechen. Genauso ist die Zwangspsychiatrie inzwischen Lesen Sie mehr »

Kurznachrichten vom WFZ

Heinz Kammeier Foto: Gisela Hahn

Das Kartell gegen § 63 hat Zuwachs bekommen!
Dr. Heinz Kammeier  ist Mitglied im Kartell gegen § 63 geworden: https://psychiatrierecht.de/kartell.htm
Herr Dr. Kammeier hat noch 2018 sein Standardwerk zum Maßregelvollzugsrecht updated.
Deshalb freut es uns um so mehr, dass er sich nun öffentlich für die Ziele des Kartells einsetzt und ist herzlich willkommen.

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In der Website von der 30 Jahr Feier der Irren-Offensive haben wir ein Video von der Rede veröffentlicht, in der Wolf-Dieter Narr sich spontan für die goldene Taschenlampe, dem Freiheitspreis der Irren-Offensive, bedankt:  https://youtu.be/HU_AJANIS6E

Hier ist im Film über das Foucault Tribunal 1998 zu sehen, wie er sagte:  https://youtu.be/jHvruV_Jdx4?t=236
Der Felsen an dem jeder Konsens kategorisch zerbricht trägt den Namen Zwang. Wolf-Dieter Narr war u.a. auch der Gründer des Kartells gegen § 63.

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Der Kurt Gödel Freundeskreis Berlin hat den Kurt Gödel Preis 2021 ausgelobt.
Der Preis wird im Rahmen eines Essaywettbewerbs für die besten Antworten auf die folgende Frage verliehen:

Was bedeutet es für unser Weltbild, wenn wir mit Gödel die Nichtexistenz der Zeit annehmen?

Einsendeschluss war der 30.9.2021. Entsprechend den Teilnahmebedingungen wurden alle eingereichten Beiträge der Jury des Kurt Gödel Preises vorgelegt. Die Jury hat inzwischen eine Shortlist der interessanten Beiträge zusammengestellt. Sie sind jeweils in der Sprache, in der die Beiträge eingereicht wurden, auf der Homepage des Kurt Gödel Freundeskreises veröffentlicht: https://www.kurtgoedel.de
In die ausgewählten Beiträge kann entsprechend den Teilnahmebedingungen bis zur Preisvergabe über die verlinkten PDFe Einblick genommen werden.

Verschiedene Nachrichten vom WFZ

USA, Prozess um Britney Spears Entmündigung: Sieg über den Vater
Die Free-Britney-Bewegung kommentiert: „Wir wollen, dass den Leuten bewusst wird: Wenn eine Multimillionen-Dollar-Pop-Ikone das erlebt, dann kann das jedem von uns passieren.“ siehe im Video:

Auch Nina Hagen hat Britney im August mit einem offenen Brief öffentlich unterstützt, siehe hier.
Die Hintergründe können in Englisch hier nachgelesen werden. Die Free-Britney-Bewegung im Internet: https://www.freebritney.army  https://www.freebritney.net  https://en.wikipedia.org/wiki/Free_Britney_movement
13.11.: Gratulation, geschafft: Gericht hebt Vormundschaft über Britney Spears auf!

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Zwei besonders krasse Fälle von Kindesmisshandlung in der Psychiatrie sind im Fernsehen veröffentlicht worden:

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Das Oberlandesgericht Frankfurt hat das Land Hessen verurteilt, ein Schmerzensgeld i.H.v. 12.000 € zu zahlen, sowie der Klägerin sämtliche aus der Fixierung und Zwangsmedikationen entstandenen und noch entstehenden Schäden zu ersetzen. Die Psychiatrie hatte die Zwangsbehandlung und Fixierung ohne vorherige richterliche Absegnung vorgenommen, siehe das Urteil hier.

In Erinnerung an Don Weitz

Wir trauern um Don Weitz, der am 1. September in Toronto im Alter von 90 Jahren verstorben ist.
Don repräsentierte 1998 zusammen mit Kate Millett die amerikanischen Betroffenen psychiatrischer Terrormaßnahmen in der Jury des Foucault Tribunals, siehe ihn sprechend hier http://youtu.be/jHvruV_Jdx4?t=1h17m30s den ganzen Film hier.

Don hatte schon lange ein Tribunal gefordert und von „Support Coalition“ (heute Mindfreedom) von dem geplanten Tribunal erfahren. Er sagte sofort zu, nach Berlin zu kommen. In den USA geboren, übersiedelte Don nach den an ihm begangenen Verbrechen in der US Psychiatrie, u.a. über 100 Insulin Koma-Schocks, nach Kanada. Dort war er eine treibende Kraft gegen die Zwangspsychiatrie, wie Irit Shimrat in einem sehr liebevollen Nachruf berichtet (in Englisch hier), Zitat daraus:
„Von all den vielen Aktivisten, die ich kennenlernen durfte, war Don bei weitem der wildeste, leidenschaftlichste, engagierteste, entschlossenste, mutigste und beharrlichste. Sein lebenslanger Kampf gegen Unterdrückung und für die Menschenrechte – nicht nur von Überlebenden der Psychiatrie, sondern auch von schwarzen, braunen und indigenen Menschen, Frauen, Flüchtlingen, Einwanderern, Gefangenen und allen Armen – war immer ein leuchtendes Beispiel für alle Anderen.“
Am Remembrance and Resistance Day 2004 hielt Don in Toronto eine Rede, die hier dokumentiert ist.

Ein Nachruf im Toronto Star siehe hier.
In eigenen Worten hat Don Weitz hier eine kurze Biographie veröffentlicht.

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Die gute Nachricht: Die vorübergehende Altersbeschränkung unseres PatVerfü Films ist aufgehoben!