Anti-Zwangspsychiatrie-aktuell

Am 9. Mai hatte die Studentischen Initiative GeDenkOrt.Charité zu einer Psychiatrie-kritischen „Interdisziplinäre Performance  Lesung“ in die Charité eingeladen: Das psychiatrische Panoptikum   Ordnung – Krankheit – Mensch. Hier der ausführliche Flyer.
René Talbot vom Lehrstuhl FÜR Wahnsinn hat dazu einen Beitrag gemacht. Unter dem Titel: Anti-Zwangspsychiatrie aktuell ist er hier inzwischen veröffentlicht.

Beerdigung von Hartmut

Am letzten Donnerstag wurde Hartmut Seiffarth beerdigt, siehe Traueranzeige hier.
Wolfgang Hille hatte eine poetische Rede verfasst, die am Grab verlesen wurde:

Ich lernte dich auf den redaktionssitzungen der platanenblätter kennen, auf welchen du absolut souverän ausschließlich deinen eigenen impulsen folgtest,

niemals nirgendwo irgendetwas von kompromiss von anpassungsbereitschaft an sogenanntes an gesundheit zeigtest, so als wärst du der einzige verrückte unter lauter normalen leuten

lauter leuten die nichts besseres zu tun hatten, als ihre eigene vorgebliche verrücktheit unaufhörlich zu verleugnen.

Nein diese art von spießigkeit als verrückter unaufhörlich normal sein zu wollen die zeigtest du niemals.
Und all dieses absurde gerede von psychisch gesund oder krank es schien dich schlichtweg gar nicht zu interessieren.

im gegenteil schienst du mit dir selbst stets im reinen zu sein

und so warst du von den 10 , 12 leuten der redaktion der platanenblätter letztlich der einzige der bei mir selbst nach den wenigen augenblicken in denen ich dich erlebte und nach der langen zeit in der ich dich nicht mehr sah bis heute einen starken eindruck hinterließ.

Bilder von der Beerdigung und des dauernden Gedenkens an Hartmut: http://antipsychiatrie.de/nachruf_seiffarth.htm

Wahlprüfsteine für die Landtagswahl in NRW

Wahlprüfsteine der Bundesarbeitsgemeinschaft Psychiatrie-Erfahrener
für die Landtagswahl am 14.5.2017 in NRW

Die Fragen unten hat die-BPE der CDU, SPD, FDP, DIE LINKE, Grüne und Piraten jeweils mit der Bitte um Antwort als Wahlprüfsteine und mit einem Hinweis auf die anschließende Veröffentlichung gestellt. Die Ergebnisse der Umfrage:

  • DIE LINKE hat die Fragen völlig igoriert und nicht geantwortet. Wir raten von deren Wahl ab.
  • Die CDU hat zwar geantwortet, aber ihre hier dokumentierten Antworten sind völlig enttäuschend. Auf Zwang sollen Ärzte von sich aus verzichten und vorgeblich soll Zwang zwar vermieden werden, aber gesetzlich soll dem Zwangsregime der Ärzte eben gerade nicht das Handwerk gelegt werden. Damit ignoriert die CDU die Feststellungen des UN-Komitees für die Rechte von Menschen mit Behinderungen und negiert die Forderungen des UN-Sonderberichterstatters über Folter. Sie offenbart sich damit – wie in Berlin – als eine Partei der Foltergesetzmacher. Besonders erschreckend ist, dass die CDU bei der Zwangsbehandlung die Menschenrechte, ausbuchstabiert in der Behindertenrechtskonvention (BRK), völlig unbeachtet läßt. Sie überlässt folterartige Zwangsbehandlung damit dem Filz von Ärzten, Richtern und Betreuern und ignoriert völlig die Stellungnahme von Papst Franziskus, der diese als Folter bezeichnet hat, siehe hier.
    Das ganze Ausmaß des Obrigkeitsstaatlich bzw. paternalistischen Denkens der CDU offenbart sich in dieser Antwort: „Daher ist es wichtig, vorzeitig einen möglichen Betreuer zu bestimmen.“  Anstatt zur Vorsorgevollmacht zu raten, empfiehlt die CDU, man solle in vorwegeilendem Gehorsam in die Falle tappen, einen Betreuer zu benennen. Eine dann gerichtlich angeordnete Vormundschaft, die nur zur Irreführung „Betreuung“ gennant wird, kann man im Gegensatz zu einer Vorsorgevollmacht nicht mehr kündigen. Man muss alles Weitere einer neuen Entscheidung des Gerichts überlassen. Selbstbestimmung ade – Obrigkeitsstaat pur!
    Wir können nur von deren Wahl dringend abraten.
  • Wie die CDU ignoriert die SPD  in ihren hier dokumentierten Antworten die Feststellungen des UN-Komitees für die Rechte von Menschen mit Behinderungen und negiert damit auch den Bericht des UN-Sonderberichterstatters über Folter. Sie offenbart sich damit – wie die GroKo in Berlin – als eine Partei der Foltergesetzmacher.
    Auf unsere Frage zur möglichen Entrechtung der Vorsorgebevollmächtigten durch Professionalisierung der Betreuung geht die SPD – wie die CDU –  gar nicht ein, sondern redet nur über ehrenamtliche Betreuung. Sie ist also – genauso wie die CDU – gefangen in obrigkeitsstaatlich bzw. paternalistischem Denken, denn jede Betreuung steht schon unter der Fuchtel des Gericht, es gibt keine Kündigung einer Betreuung. Wie sie vom Gericht dann aufgezwungen werden kann, wenn man keine Vorsorgevollmacht vorweisen kann, so kann ein Wechsel oder z.B. eine Aufhebung der „Betreuung“ nur durch das Gericht entschieden werden. Man ist eben schlichtweg entmündigt.
    Wir können nur von deren Wahl dringend abraten.
  • Die Antwort der Grünen ist hier dokumentiert. Zwar behaupten die Grünen, sich konsequent für eine menschenrechtskonforme Psychiatrie einzusetzen. Sie scheuen aber, sich der Sichtweise des UN-Berichterstatters über Folter und dem UN-Fachausschuss für die Rechte von Behinderten anzuschließen, dass psychiatrische Zwangsbehandlung Folter ist. Stattdessen weichen sie aus, Zitat: „Wir haben in einem ersten Schritt das PsychKG an den Vorgaben der UNBehindertenrechtskonvention angepasst.“ Das ist schlichtweg eine Regierungslüge und macht die Grünen unglaubwürdig. Entweder kennen sie die abschließenden Bemerkungen zum Staatenbericht nicht, aber zu vermuten ist eher, das sie diese nicht zur Kenntnis nehmen wollen, obwohl in der Frage explizit darauf hingewiesen wurde.
    Wie CDU und SPD fokusieren auch die Grünen auf die Entmündigung, die irreführend „Betreuung“ genannt wird, statt auf die Selbstbestimmung durch eine Vorsorgevollmacht. Damit ignorieren sie genauso wie CDUund SPD diese und antworten nicht auf unsere Frage. Aus dem flauen Wischi-Waschi der Grünen eine Schlussfolgerung zu ziehen bzw. eine Wahlentscheidung zu treffen, möchten wir den Leserinnen und Lesern überlassen.
  • Die FDP hat geantwortet, auch versichert, dass sie die Folterfreiheit achten würde, aber in ihrer weiteren hier dokumentierten Antworten widerspricht sie dem, wenn es auf die Psychiatrie angewendet wird. Aus diesem Hin und Her eine Schlussfolgerung zu ziehen bzw. eine Wahlentscheidung zu treffen, möchten wir den Leserinnen und Lesern überlassen.
  • Als einzige sind die Piraten bereit, in ihren hier dokumentierten Antworten auf unsere Fragen substantiell einzugehen. Sie haben in ihrer Antwort auch Initiativen dokumentiert, die sie in der vergangenen Legislatur ergriffen haben. Nur ihrem Vorschlag, noch mehr Gutachten für eine Betreuung zu fordern, können wir überhaupt nicht zustimmen! Wir fordern dagegen ganz schlicht und einfach nur ein Wort im § 1896 BGB zu streichen, so dass er endlich ein BRK konformes Gesetz wird: Keine Betreuung gegen den erklärten [natürlichen] Willen!

Trotz der erwähnten Vorbehalte ist bei dieser Landtagswahl unsere Wahlempfehlung: Piraten wählen. Lesen Sie mehr »

T4 Umzug dieses Jahr


Weitere Bilder vom T4 Umzug am 2. Mai hier klicken.
Wir zogen nach dem Gedenken in der Tiergartenstr. 4 zur Geschäftstelle der DGPPN. Unterwegs verteilten wir Flyer-Zeitungen mit dem Aufruf zum Protest gegen den WPA Kongress in Berlin. Mit unseren Transparent konnten wir viel Aufmerksamkeit erregen.

In Königslutter: Gedenken nur, wenn dabei das Vergessen garantiert ist! Die Zwangspsychiatrie der AWO versuchte, mit dem Hausrecht das Gedenken an die psychiatrisch Ermordete und die Demonstration am 2. Mai zu verhindern, hier der Bericht darüber. Und hier das Link zum revidierten Aufruf zum R&R Day in Königslutter und die Dokumentation.
Der Bericht über den Polizeieinsatz bei der Gedenkveranstaltung, wie die Polizei aufdringlich, ja feindselig auftrat, siehe hier. Oder ist da sogar der braunschweiger Staatschutz aufgetreten? Wir erinnern uns an die Beschlagnahmung der transformierten Bonhoeffer Skulpturen durch den Staatsschutz, siehe hier.

Am 17. 9. 2002 wurden aber die beiden Skulpturen aus der Beschlagnahmungs-„Haft“ an uns entlassen. Sämtliche Ermittlungsverfahren der Staatsschutzabteilung des Landeskriminalamtes wurden eingestellt, da keine Aussicht auf Erfolg bestand, die Täter zu ermitteln, die die Charité und die damalige Karl Bonhoeffer Klink (heute Lady Diana Clinic) von den beiden Karl Bonhoeffer Büsten befreit hatten.
Die Assemblagen von Igael Tumarkin mußten an uns zurückgegeben werden, obwohl Mitglieder von uns (siehe Titelbild Irren-Offensive Nr. 11) verdächtigt wurden, die Befreier gewesen zu sein – es sind neue Kunstwerke, die neues Eigentum begründen, das uns der Künstler als Urheber geschenkt hatte. Auch wenn die gestohlenen Büsten dabei verwendet wurden, so war deren formgegebene Existenz und damit das Eigentum an ihnen untergegangen. Ein finanzieller Restitutionsanspruch hätte nur gegen überführte Täter bestanden. Darüber hinaus wurde uns die Bildmappe der Ermittlungsbehörde übergeben! Eine nette Geste des LKA 🙂

Was tun gegen den Horrorgesetzentwurf!

Nach der Anhörung zum neuen Foltergesetzentwurf am 26.4. berichtete das von Behinderten viel gelesene Nachtrichten-Portal „Kobinet“ 2 x sehr solidarisch:
Chemotherapie? Jetzt mit Zwang geplant.
Und:
Ausweitung von Zwangsbehandlungen verhindern. Interview mit Martin Lindheimer
Sobald das Wortprotokoll der Anhörung vorliegt, werden wir von den wenigen Höhepunkten der Anhörung berichten.

Martin Lindheimer hat inzwischen eine Online-Petition gestartet, die zielgenau an den Rechtsausschuss im Bundestag gerichtet ist und hier online unterzeichnet werden kann:
http://www.change.org/p/rechtsausschuss-im-bundestag-%C3%A4rztliche-behandlungen-sollen-freiwillig-bleiben?
Außerdem fordert der BPE dazu auf, die Abgeordneten des jeweiligen Wahlkreises kurzfristig zu besuchen, über die geplante Horrorgesetzgebung zu informieren und gegen sie zu protestieren.
Wir bitten unsere Leserinnen und Leser das eine, oder das andere, oder am besten beides zu tun.

Psychiatrie-kritische Performance und Lesung in der Charité

Am Dienstag, den 9. Mai findet um 18:00 Uhr im Konrad-Cohn-Hörsaal des Berliner Charité-Geländes, Virchowweg 24 in Berlin Mitte von der Studentischen Initiative GeDenkOrt.Charité eine Psychiatrie-kritische „Interdisziplinäre Performance  Lesung“ statt: Das psychiatrische Panoptikum – Ordnung – Krankheit Mensch. Hier der ausführliche Flyer zum runterladen.

Wir sind auch eingeladen und werden etwas beitragen.

Wahlprüfsteine für die Landtagswahl in Schleswig-Holstein

Wahlprüfsteine der Bundesarbeitsgemeinschaft Psychiatrie-Erfahrener
für die Landtagswahl am 7.5.2017 in Schleswig-Holstein

Die Fragen unten hat die-BPE der CDU, SPD, DIE LINKE, Grüne, Piraten, SSW und FDP jeweils mit der Bitte um Antwort als Wahlprüfsteine und mit einem Hinweis auf die anschließende Veröffentlichung gestellt.
Die Ergebnisse der Umfrage:

  • DIE LINKE hat die Fragen völlig igoriert und nicht geantwortet. Wir raten von deren Wahl ab.
  • Die Piraten haben erst nach Redaktionsschluss die hier dokumentierten Antworten gesendet. Sie bleiben deshalb in unserer Wertung unberücksichtigt.
  • Die CDU hat zwar geantwortet, aber ihre hier dokumentierte Antwort ist völlig enttäuschend. Die CDU negiert die Feststellungen des UN-Komitees für die Rechte von Menschen mit Behinderungen und des UN-Sonderberichterstatters über Folter. Sie offenbart sich damit – wie in Berlin – als eine Partei der Foltergesetzmacher. Besonders erschreckend ist, dass die CDU bei der Zwangsbehandlung die Menschenrechte, ausbuchstabiert in der Behindertenrechtskonvention, völlig ignoriert. Sie überlässt folterartige Zwangsbehandlung damit dem Filz von Ärzten, Richtern und Betreuern und ignoriert die Stellungnahme von Papst Franziskus völlig, der diese als Folter bezeichnet hat, siehe hier. Sogar dem Druck der Berufsbetreuer, ihre Machtposition auszubauen, will die CDU nachgeben. Wir können nur von deren Wahl dringend abraten.
  • Die SPD  negiert in ihrer hier dokumentierten Antwort, wie die CDU, die Feststellungen des UN-Komitees für die Rechte von Menschen mit Behinderungen und des UN-Sonderberichterstatters über Folter. Sie offenbart sich damit – wie die GroKo in Berlin – als eine Partei der Foltergesetzmacher. Sogar den Forderungen der Berufsbetreuer steht sie offen gegenüber und zitiert manipulativ falsch, indem sie die Forderung in den Abschließenden Bemerkungen  unterschlägt, die Vorbedingung ist:: „a) im Hinblick auf den General Comment Nr. 1 (CRPD 2014) des Ausschusses alle Formen der ersetzten Entscheidung abzuschaffen und ein System der unterstützten Entscheidung an ihre Stelle treten zu lassen;“   Wir können nur von deren Wahl dringend abraten.
  • Die Antwort der Grünen ist hier dokumentiert. Die Grünen weigern sich, die Sichtweise des UN-Sonderberichterstatters über Folter und des UN-Fachausschusses für die Rechte von Behinderten zu akzeptieren, dass psychiatrische Zwangsbehandlung Folter ist. Stattdessen brüsten sie sich, 2015 Bedingungen formuliert zu haben, „unter denen ärztliche Zwangsmaßnahmen künftig nur noch durchgeführt werden dürfen“. Sie offenbaren sich damit – wie die GroKo in Berlin – als eine Partei der Foltergesetzmacher. Die Grünen akzeptieren die Freiheit von psychiatrischer Zwangsbehandlung nicht als selbstverständliche Grund- und Menschenrechts-Freiheit. Wir raten von deren Wahl ab.
  • Die FDP hat geantwortet, auch versichert, dass sie die Folterfreiheit achten würde, aber in ihrer weiteren hier dokumentierten Antwort widerspricht sie dem, wenn es auf die Psychiatrie angewendet wird. Aus diesem Hin und Her eine Schlussfolgerung zu ziehen bzw. eine Wahlentscheidung zu treffen, möchten wir den Leserinnen und Lesern überlassen.
  • Der hier dokumentierten Antwort des SSW ist anzumerken, dass sie aus der Perspektive einer Minderheit geschrieben ist. Offenbar war ihm bei der Verabschiedung des neuen PsychKG unwohl, denn er schreibt: Vor diesem Hintergrund haben wir die zwangsweise Verabreichung von Medikamenten als wirklich allerletztes Mittel mittragen müssen. Als einzige Partei verspricht er sogar: „sowohl das PsychischKranken-Gesetz als auch das Maßregelvollzugsgesetz in der nächsten Legislaturperiode erneut auf den Prüfstand zu stellen.“
    Und: .. sind gerne bereit, dies in der nächsten Legislaturperiode anzugehen.
    Daraus eine Wahlentscheidung zu treffen, möchten wir den Leserinnen und Lesern überlassen.

Wir können diesmal keine Wahlempfehlung geben. Die geringsten Bedenken könnte man beim SSW haben. Lesen Sie mehr »

Die Große Koalition: unchristlich!

Bundesarbeitsgemeinschaft Psychiatrie-Erfahrener e.V.

Offener Brief an die Mitglieder der Bundestagsausschüsse Recht, Gesundheit und Familie
Platz der Republik 1
11011 Berlin

Donnerstag, 20. April 2017

Sehr geehrte/r Abgeordnete/r,

Zwei aktuelle Vorgänge brennen uns auf den Nägeln:

A) am 26. April ist um 19 Uhr im federführenden Rechtsausschuss eine Anhörung zu dem Gesetzentwurf zur Änderung der materiellen Zulässigkeitsvoraussetzungen von ärztlichen Zwangsmaßnahmen und zur Stärkung des Selbstbestimmungsrechts von Betreuten.

Es ist der Entwurf eines illegalen Gesetzes, in dem das völker- und menschenrechtlich absolute Verbot der Folter, Jus Cogens, wie nichtexistent ignoriert wird. In der Anlage der Beweis, warum „Nichteinwilligungsfähigkeit“ kein Vorwand für eine Gesetzgebung entgegen diesem absoluten Verbot sein kann. Wenn Sie ihn missachten sollten, würde mit egal wie vielen einschränkenden Bedingungen versucht, illegale Folterung (bzw. cruel, inhuman, degrading treatment) zu legalisieren, also ein Verbrechen staatlich zu schützen. Nicht nur der beiliegende Beweis lässt keinen Spielraum für so ein Gesetz, Lesen Sie mehr »

Kanada legalisiert Marihuana

Die grundlegende Basis unserer Forderungen ist das Recht eines Erwachsenen, über seinen eigenen Körper zu verfügen. So wie wir uns deshalb gegen jede erzwungene Duldung von Zwangsbehandlung als körperverletzende Folterung einsetzen, so freuen wir uns darüber, dass nun in Kanada die Legalisierung von Marihuana vorbereitet wird, siehe Bericht in der ARD Tagesschau am 14.4.
Verbot und Gebot Drogen zu nehmen, sind zwei Seiten derselben Medaille: ärztlicher Paternalismus, der mit staatlicher Gewalt durchgesetzt wird.

Gesundheit war ihm ziemlich Wurst

Wir trauern um
Hartmut Seiffarth.

Am 19.3.2017 wurde Hartmut mitten aus dem Leben gerissen und fiel vom Hocker.
Er wurde am 10.10.1951 in Berlin geboren und seine Gesundheit war ihm ziemlich Wurst.

Er war 20 Jahre lang DER Verkäufer der Zeitung Irren-Offensive. Er wurde von 1997 bis 2009 sowohl in den Vorstand der Irren-Offensive als auch des Landesverbands-Psychiatrie-Erfahrener Berlin-Brandenburg gewählt, dessen Gründungsmitglied er war. Er organisierte aktiv die Treffen der Psychiatrie-Zeitungen, hier ein Bericht von ihm darüber.

Die Beerdigung ist am Donnerstag 11. Mai um 9.30 Uhr, Domfriedhof St. Hedwig, Liesenstr. 8, 10115 Berlin, siehe hier und hier

Danach gibt es ab 11 Uhr in Erinnerung an Hartmut in dessen zweitem Zuhause, seiner Lieblingskneipe „Zum kleinen Markt“, Mierendorffplatz 3, einen Umtrunk mit Snack. Lokal siehe hier.