Protest gegen den Weltkongress der Psychiatrie in Berlin

Der Protest ist am Sonntag 8.10. von 9.45 bis 18 Uhr und
in den folgenden Tagen, 9.10. – 12.10. jeweils von 8 Uhr bis 18 Uhr angemeldet. Für den Aufruf und alle weiteren Details bitte dieses Bild anklicken

‚Ich werde nicht schweigen‘

Am 8. September wurde in Arte zum ersten mal dieser Film gezeigt:

In dem auf wahren Tatsachen beruhenden und exzellent besetzten Film geht es um eine Frau (gespielt von Nadja Uhl), die sich 1948 gegen die eigene, zur Vernichtung ihrer Person eingeleitete Psychiatrisierung wehrt. Weil sie ausdauernd und beständig bleibt und den Glauben an sich selbst nicht verloren hat, misslingt diese Vernichtung. Im Gegenteil –  sie vertieft sich nach ihrer Entlassung in die Aufklärung der Verbrechen der Psychiatrie in Wehnen (heute gleich neben der Versuchsstation für Schweinezucht und -haltung).
Eine sehr gute Filmkritik und Beschreibung des Films sowohl in der Morgenpost als auch in Wikipedia hier.

Der Film ist noch bis zum 8. Oktober in der Mediathek bei Arte zu sehen:
https://www.arte.tv/de/videos/065794-000-A/ich-werde-nicht-schweigen/
Danach wohl nur noch bei Youtube, bitte Bild oben anklicken.

Wir meinen: den hervorragend gemachten Film unbedingt ansehen!

Wahlempfehlung zur Bundestagswahl 2017

Wahlprüfstein zur Bundestagswahl 2017

Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener
Bundesarbeitsgemeinschaft Psychiatrie-Erfahrener

Im Unterschied zur Bundestagswahl 2013 haben wir dieses mal nur Parteien einen Wahlprüfstein vorgelegt. Deshalb gelten unsere folgenden Empfehlungen nur für die Zweitstimme, nicht für die Erststimme.

Wir haben jeweils CDU, CSU, SPD, FDP und GRÜNE mit einem Hinweis auf das Wahlprogramm der Partei DIE LINKE gefragt:

Im Wahlprogramm der Partei DIE LINKE steht auf Seite 32:
Wir wollen eine gewaltfreie Psychiatrie und die Abschaffung von Sondergesetzen.
Und auf Seite 118:
Wir setzen uns dafür ein, dass alle rechtlichen Diskriminierungen von Menschen mit Behinderungen aufgehoben werden, insbesondere psychiatrische Sondergesetze und ärztliche oder betreuungsrechtliche Zwangsbefugnisse.

Ist Ihre Partei ebenfalls bereit, in der nächsten Legislatur dieses Vorhaben durchzusetzen, sei es zusammen mit der Partei DIE LINKE oder anderen? Nur so kann das Betreuungs- und Unterbringungsrecht konform mit der Behindertenrechtskonvention (BRK) werden.

Als erklärende Begründung für die Forderung einer gewaltfreien Psychiatrie wurde hinzugefügt: Lesen Sie mehr »

Kurznachrichten des Werner-Fuss-Zentrums

Ein voller Erfolg für die Initiative Zwangbefreit!
Am 4. September 2017 wurde das Verfahren gegen eine Aktivistin der Initiative Zwangbefreit (IZB) wegen angeblichem „doppelten Hausfriedensbruch“ vom Amtsgericht Helmstedt eingestellt. Das ausschweifende Reden und Beschuldigen durch den Geschäftsführer des AWO Psychiatriezentrum (APZ) in Königslutter als Zeugen bewirkten das Gegenteil. Durch seine Aussagen entlastete er die Angeklagte, sodass der Prozess nach §153 StPO eingestellt wurde. Das bedeutet, dass die Beschuldigte keine Auflagen wie z.B. eine Geldzahlung zu tragen hat und dass der Staat die kompletten Kosten inklusive der Bezahlung der Verteidigung übernimmt. Der Prozess endete nach einer dreiviertel Stunde.
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In Englisch ist im Juni ein neues Buch über Thomas Szasz erschienen:
Thomas S. Szasz, M.D.:  The Man and His Ideas.  (Die Person und seine Ideen)
Herausgegeben von Jeffrey A. Schaler, Henry Zvi Lothane, and Richard E. Vatz
Eine sehr gute Rezension des Buches ist in Psychology Today erschienen:
Thomas S. Szasz: One Hundred Years Ahead of His Time
Thomas S. Szasz, M.D., was an iconic figure in American psychiatry, perhaps the most famous and influential psychiatrist of the 20th century, and a personal and professional mentor. This September marks the fifth anniversary of Dr. Szasz’s passing at the age of 92.
Best known for his 1961 book The Myth of Mental Illness: Foundations of a Theory of Personal Conduct, Szasz is frequently,…
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Über Gert Postels Lesung im Rathaus von Jever ist am 11.9. ein großer Artikel mit Bild im Jeversches Wochenblatt auf Seite 3 erschienen:
Verwirrung, Entsetzen, Faszination und Bewunderung. Vermutlich jeder in dem voll besetzten Graf-Anton-Günther-Saal wird am Freitagabend diese Emotionen bei der Lesung von Gert Postel aus seinem Buch „Doktorspiele“ verspürt haben.
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„Wo Pippi eingesperrt, gedemütigt, fixiert und vollgepumpt mit Psychopharmaka 20 Jahre früher sterben würde …“
Ton Bild Schau über die Zwangspsychiatrie von Jörg Bergstedt nicht nur am 5.10. in Berlin im Mehringhof, sondern auch
am Samstag, 7.10. um 16 Uhr in Potsdam im Madia, Lindenstr. 47. Ankündigung siehe hier.

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Der Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener hat zum Welttag der Suizidprävention eine Erklärung bzw. Stellungnahme zur Suizidprävention veröffentlicht. Er spricht sich u.a. dafür aus:
Auch psychiatrische Akutstationen sind grundsätzlich offen zu führen.
Hier ist das Link zu der Stellungnahme des BPE.

Psychiatrischer Diagnonsens

Ein weiterer Beweis, dass psychiatrische Diagnosen und Gutachten immer nur Diagnonsens sind:
Nicht durch „fachliche Mängel“ – solche kann es gar nicht geben, weil es gar keine „psychische Krankheit“ gibt – ist der nette Psychiater in Bochum aufgefallen, sondern weil sein Telefon abgehört wurde, berichtet die WAZ, siehe die ganze Geschichte hier.

Schweiz: Mehr und mehr Zwang

Am 13. Juli berichteten wir darüber, dass genau entgegen dem Versprechen der Behindertenrechtskonvention, dass alle entsprechenden Zwangsmaßnahmen abgeschafft werden, mehr und mehr psychiatrische Zwangseinweisungen in Großbritannien exekutiert werden, siehe hier.

Die in Höhe und Qualität gleiche Entwicklung wird nun auch aus der Schweiz berichtet:
30.7.2017: Fürsorgerische Unterbringung – Ärzte sperren 14.000 psychisch Kranke weg: Einweisungen um 30 Prozent gestiegen“
und am 28.7.2017: „Zwangseinweisung in Klinik «Die Schweiz hat ein hohes Ordnungsbedürfnis in der Gesellschaft»:
Zitat:

Stark ansteigende Zahlen
Die neusten, noch unpublizierten Zahlen des Obsan, die Radio SRF vorliegen, zeigen wieder in eine andere Richtung, nämlich steil nach oben. Von knapp 14‘000 Fällen einer fürsorgerischen Unterbringung im Jahr 2015 ist beim Obsan die Rede. Das käme einer Steigerung um fast 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr gleich.

`Kindermord im Krankenhaus´

KZ-Hadamar nach Ankunft der US-Army: Exhumierung der Opfer Quelle: https://archive.org/details/gov.archives.arc.43452#

Eine Ergänzung zum unten folgenden Bericht über die Mordserie im Krankenhaus und dem Warum,
und zum Verständnis, was für einen infamen Versuch die deutsche Psychiatrie unternimmt, sich mit Hilfe der Internationalen Psychiatrie durch den WPA Kongress vom 8.-12.10.2017 von Ihren Verbrechen weiß zu waschen, ist dieses Buch von Andreas Babel:

Kindermord im Krankenhaus

Warum Mediziner während des Nationalsozialismus in Rothenburgsort behinderte Kinder töteten
Bremen: Edition Falkenberg, 240 Seiten, 16,90 €

Z.B. schreibt eine Rezensentin bei Amazon:

…Detailliert-sorgfältig aufgearbeitete und puzzleartig zusammengeführte Belege zu den beteiligten Medizinern und ihren Lakaien, die an der Ermordung von Kindern im Kinderkrankenhaus Rothenburgsort in Hamburg beteiligt waren, sind die Grundlage der Realdokumentation, viele Daten uns Fakten, die aus heutiger (und auch vereinzelt aus damaliger, aber nicht kommunizierter) Sicht an Grausamkeit kaum zu überbieten sind. Kinder wurden geradezu als medizinische Labortiere missbraucht. Besonders schlimm, dass einige der Beteiligten nach dem 2. Weltkrieg unbehelligt Karriere gemacht haben und lange nicht alle Verursacher zur Rechenschaft gezogen wurden. …
Wie eng liegen (Rassen-)Ideologie, willkürlich missbrauchte Ethikgrundlagen der Medizin als „heilende Wissenschaft“ sowie … selbstherrlich agierender Mediziner zusammen? Dieses Buch gibt Antworten darauf und dürfte bei Menschen, die diese Zeit selbst erlebt haben, viele Wunden wieder aufreißen und die heutige Genration mit einem überwiegend totgeschwiegenen weiteren Kapitel der deutschen Geschichte konfrontieren….

In der Recht & Psychiatrie wurde diese Rezension veröffentlicht:

Zu den furchtbarsten Verbrechen, derer sich zahllose Ärzte, Krankenschwestern und -pfleger während des »Dritten Reiches« schuldig gemacht haben, gehört die Ermordung psychisch kranker und behinderter Menschen, euphemistisch als »Euthanasie« oder »Gnadentod« bezeichnet. Wenngleich diese Verbrechen nicht gegeneinander aufgewogen oder gar relativiert werden sollen, bekommen sie doch eine besondere Abscheulichkeit und Niedertracht, wenn die betroffenen Opfer Kinder waren. Kinder als Mordopfer mobilisieren immer unser größtes Entsetzen und die Frage nach dem »Warum«….
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Im Krankenhaus – größte Mordserie in der BRD

Der 40-Jährige Niels H. beging als Krankenpfleger seine Taten in Krankenhäusern in Delmenhorst und Oldenburg, wo er unter anderem auf einer Intensivstation tätig war. Er brachte Patienten mit heimlichen Giftspritzen/Medikamenten in Lebensgefahr, um sie anschließend wiederbeleben zu können. Damit wollte H. sich vor Kollegen als heldenhafter Retter beweisen.

Weit über 100 Patienten überlebten diese Mordanschläage nicht – die Zahl ist sicher um ein Vielfaches höher, wie Johann Kühme, Präsident der Polizeidirektion Oldenburg, sagte. Allein am Klinikum Delmenhorst seien mehr als 130 Patienten, die während Schichten von Niels H. starben, eingeäschert worden. Ein Nachweis der Wirkstoffe sei somit nicht mehr möglich.

Der Skandal hinter der Mordserie
Fest steht für die Ermittler, dass ein großer Teil der Morde hätte verhindert werden können. Bereits 2002 gab es am Klinikum Oldenburg offenbar eine Statistik, die zeigte, dass während der Schichten von Niels H. die Sterberate und die Zahl der Reanimationen stieg. Diese Statistik sei auch der damaligen Geschäftsführung bekannt gewesen, sagte Soko-Leiter Schmidt. Wären die Verantwortlichen damals schon zur Polizei gegangen, wäre es zu den weiteren Toten an der späteren Arbeitsstelle in Delmenhorst gar nicht erst gekommen, betonte Schmidt. Stattdessen trennte sich das Klinikum Oldenburg vom Pfleger – und stellte ihm ein gutes Arbeitszeugnis aus. Eine Warnung an das Klinikum Delmenhorst blieb aus.

Niels H. arbeite und mordete im Klinikum Delmenhorst bis zum Juni 2005. Auch in Delmenhorst gab es bald Gerüchte, weil auffällig viele Patienten während H.s Schicht starben. Später lagen auch handfeste Beweise vor. Zwei frühere Oberärzte und der Stationsleiter werden deshalb wegen Totschlags durch Unterlassen vor Gericht stehen.

Daran, dass sowohl in Oldenburg wie in Delmenhorst immer zugunsten des Mörders davon ausgegangen wurde, dass es keine mörderischen Absichten gäben könne, kann man sehen, wie blind die Medizin gegenüber ihren Verbrechern und Verbrechen ist. Medizinische Professionelle wähnen sich, „immer nur Gutes“ tun zu können.
Es ist diese mutwillige Selbstbeschönigung, die besonders augenfällig die Zwangspsychiatrie permanent beherrscht: Blind gegenüber den eigenen systematischen Menschenrechtsverletzungen und Verbrechen soll nun sogar der systematische Massenmord von 1939 bis 1949  in Deutschland mit internationaler Unterstützung weissgewaschen werden, siehe: http://die-bpe.de/fiktive_wissenschaft/

Zitate entnommen aus dem ausführlichen Bericht im NDR.

Wo Pippi eingesperrt, gedemütigt, fixiert und vollgepumpt mit Psychopharmaka 20 Jahre früher sterben würde …

Der investigative Journalist Jörg Bergstedt lädt ein zur Premiere seiner Ton-Bilder-Schau
zu Anspruch und Wirklichkeit hinter psychiatrischen Mauern und Zäunen.
Am Donnerstag, 5.10. um 19.00 Uhr im Mehringhof, Gneisenaustr. 2 in Berlin-Kreuzberg
und
am Samstag, 7.10. um 16 Uhr in Potsdam im Madia, Lindenstr. 47:
Aus dessen Ankündigung:

„Die Schau wird erstmals gezeigt – aus Anlass des am 8.10. in Berlin beginnenden Weltkongresses der Psychiatrie in Berlin !!!
240.000 Menschen werden jedes Jahr in Deutschland gegen ihren Willen psychiatrisch zwangsbehandelt. Solche „Behandlungen“ haben es in sich. Es sind qualvolle Unterwerfungsrituale, bei denen die eine Seite alle Macht hat und die andere keine. Das geben die Chefs deutscher Kliniken selbst zu. Der Wille des Patienten würde gar nichts zählen, schrieb der Leiter einer forensischen Psychiatrie in einem Brief an die Vorsorgebevollmächtigte eines Gefangenen – und erteilte ihr Hausverbot.

Auch andere Verbrechen geben die Täter*innen in Weiß offen zu: Wenn passende Medikamente fehlen, würden halt andere genommen. Die seien dann zwar nicht zugelassen, aber das mache nichts. Disziplinarmaßnahmen würden als Therapie verschleiert. 18 bis 25 Jahre kürzer würden Menschen leben, die über lange Zeit Psychopharmaka nehmen – in der Regel: nehmen müssen. Der Staat hat mit den geschlossenen Psychiatrien Räume geschaffen, in denen die Untergebrachten Freiwild sind. 359 Euro erhalten die Kliniken dafür pro Tag und Person. Die Klinikärzt*innen sitzen selbst vor Gericht und schreiben die Gutachten, die ihnen die Betten füllen. Über Fördervereine organisieren sie ein zusätzliches, undurchsichtiges Umfeld. Die Ton-Bilder-Schau des investigativen Journalisten Jörg Bergstedt gibt einen tiefen Blick hinter die Kulissen der Zwangspsychiatrie, dargestellt vor allem an Unterlagen, die aus den Psychiatrien selbst stammen.

Den Abschluss bildet die Frage, wie eine Welt ohne Zwangsbehandlungen aussehen könnte – und was das alles mit Pippi Langstrumpf zu tun hat.“

`Psychiater Manfred Lütz am Pranger der Political Correctness´

Die Initiative Zwangsbefreit hat aus Anlass einer Veranstaltung des Psychiaters Manfred Lütz in Braunschweig die Propaganda in dessen Buch: IRRE! Wir behandeln die Falschen. Unser Problem sind die Normalen aufgearbeitet. Bitte selber hier lesen.

Dabei ist diese Propaganda zur Täuschung über die Verbrechen der Zwangspsychiatrie kein Einzelfall, sondern eher die Regel. Bei Manfred Lütz sind dessen Falschdarstellungen und Beschönigungen besonders augenfällig, weil sie sogar im Fernsehen dokumentiert wurden, siehe hier.