Tödlicher Elektroschock

Seit 10.5. ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen zwei Frankfurter Polizisten wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt mit Todesfolge. Die Beamten hatten bei einem Einsatz gegen einen Diabetiker, der zwangsweise in die Psychiatrie verbracht werden sollte, den sog. „Taser“ eingesetzt, ein Elektroschockgerät zum Elektroschocken auf Distanz. Weniger Tage später starb der Mann. Siehe Bericht im Hessischer Rundfunk
und die WELT hier.


In Hamburg starb wieder ein Mann nach einer Zwangsfixierung

6.5. Es ist der bereits zweite Todesfall in Hamburg nach einer Zwangsfixierung innerhalb weniger Tage. Ein 27-Jähriger hatte einen Herz- und Atemstillstand erlitten und verstarb auf der Intensivstation des Universitätskrankenhauses Eppendorf (UKE). Dieses gibt an, dass es auch in der Vergangenheit schon Ermittlungen gegen Personal gab, siehe Berichterstattung in der WELT und in Web.de.

Erst am Ostersonntag, 21.4. hatte der aus Kamerun stammende 34-Jährige Tonou-Mbobda das Bewusstsein verloren und war wenige Tage später verstorben, nachdem er von Sicherheitsmitarbeitern des UKE mit Gewalt zurück auf die Station gebracht werden sollte und der Mann dafür fixiert worden war. Im Zuge der Aufarbeitung dieses Todes hat der Senat bestätigt, dass unabhängig vom aktuellen Fall bereits in vier Fällen gegen das Sicherheitspersonal des Klinikums ermittelt wurde.

Für Samstag, den 25. Mai ist um 12 Uhr eine Demonstration und Kundgebung vor dem Klinikum geplant. Weitere Infos siehe den Aufruf der Black Community Hamburg hier.
Ein Facebook Eintrag dazu hier.


Bilder von diesjährigen T4 Umzug am Day of Remembrance and Resistance in Berlin sind hier veröffentlicht.

Schlagwörter: