Gedenken wird so organisiert, dass das Vergessen gewährleistet wird

hoersaal_der_moerder_klKlaus Wowereit versucht die Wahnsinnigen für deren Ermordung selbst schuldig zu machen!

In seiner Pressemitteilung vom 1.9. und im Internet veröffentlicht schreibt er:

Das Gedenken an diese Opfer des grausamen rassistischen Wahns ist ein wichtiges Element deutscher Erinnerungskultur.

Eine Lüge ums Ganze: Mit dem Begriff des „Wahns“ soll den Mordaktionen das Vernünftige, abgesprochen werden, das, was jedoch genau die Mörder für sich als wissenschaftlich in Anspruch nahmen, indem sie die Unvernünftigen, die Wahnsinnigen, die Irrenhäusler, als erste mit Zwangssterilisation verfolgten und ab 1939 vergasten.

Es war also genau ein Akt gegen den in den Wahnsinnigen repräsentierten Wahnsinn. Damit wird von Klaus Wowereit der Täter zum Opfer stilisiert, und die Schuld herausdividiert. Mit der Verwendung des Wortes „Wahn“ wird versucht den Massenmord einem angeblichen „Wahnsinn“ anzulasten, dem „Wahnsinn im Nationalsozialismus“, um damit die von den Ärzten der Vernichtung durch eine mörderische Diagnose Anheimgefallenen auf denselben außerirdischen Orbit zu schicken, in dem man die Mörder so gerne wähnen möchte. So windet er sich um die Abgründe der Vernunft und gibt ein Musterbeispiel dafür dass:

Gedenken wird hier so organisiert, dass das Vergessen gewährleistet wird.

„Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja Du bist ’s!
Dich hab’ ich vernommen! “
Eduard Mörike

Berlin, 2.9.2014: Heute wird in der Tiergartenstr. 4 das Blaue Band eines

Deo-Denkmals

eingeweiht.
Eine  zynische Republik versucht mit Frühlingsduft zu parfümieren, was geschehen ist und wie sie an einer verbrecherischen Ideologie festhält:

Internationale der Erbhygieniker 1936

Internationale der Erbhygieniker 1936

  • z.B.: 2012 Grußworte des Landesvaters von Hamburg, Olaf Scholz, an die Internationale der Erbhygieniker umettiketiert als „psychiatrische Genetik“, die sich in den Hamburg-eigenen Räumen des ICC mit ihren deutschen Schwestern und Brüdern trifft.
  • z.B. nach 63 Jahren hatten das Bundesverfassungsgericht und der Bundesgerichtshof endlich festgestellt, dass die psychiatrische Zwangsbehandlung in der BRD nie mit dem Grundgesetz vereinbar war. Im Januar 2013 verabschieden Bundestag und Bundesrat der zynischen Republik nahezu schlagartig ein neues Folter-Zwangsbehandlungsgesetz. Eilfertig ziehen die Länder nach: Juni 2013 Ba-Wü, Hamburg, Saarland, Brandenburg, Sachsen folgen. 2014 legt in Berlin die Senatsverwaltung für Gesundheit einen Gesetzentwurf vor, in dem geregelt wird, wie als „geisteskrank“ verleumdete Bürger vom SpD mit Securitate-Methoden in ihrer Wohnung überfallen, zwangsweise willkürdiagostiziert, abtransportiert, eingesperrt und zwangsbehandelt werden sollen.
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Die zynische Republik
Große Koalition verhindert „Haus des Eigensinns“.
Die Opfer des ärztlichen Massenmords sind auch in dieser Republik nur eine Fleischmasse.

Donnerstag, 16. Mai 2002
Als Initiatoren des „Haus des Eigensinns“ müssen wir leider bekannt geben, daß dieses Projekt einer Gedenkstätte für die Opfer des systematischen ärztlichen Massenmords von 1939 bis 1949 und Museums der Wahnsinnigen Schönheit inzwischen gescheitert ist.

Zugelassen wird nur Erinnerung, die das Vergessen gewährleistet
Das Projekt „Haus des Eigensinns“ war von Anfang an als Projekt geplant, das den Hintergrund des Massenmordens ausleuchten sollte, eine notwendige Ergänzung zum Denkmal für die ermordeten Juden Europas, das anhand der Entwicklung des ..
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Durch ihre Namen die Würde der Opfer wiederherstellen
Eine persönliche erläuternde Erklärung von Hagai Aviel, Tel Aviv, Israel

Im Dezember 2002 unterzeichnete ich einen Vertrag mit dem deutschen Staatsarchiv, in dem ich mich verpflichtete, keine Kopie von der Liste der ca. 30.000 Namen der seit 1939 von deutschen Psychiatern Ermordeten anzufertigen.Ich bat um diese Liste für eine öffentliche Lesung der Namen, die dann am Wittenbergplatz in Berlin stattfand (siehe hier)
Während der öffentlichen Lesung wurde ich persönlich Zeuge, wie Passanten in der Liste nach den Namen ihrer Verwandten suchten, …
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