Im Krankenhaus – größte Mordserie in der BRD

Der 40-Jährige Niels H. beging als Krankenpfleger seine Taten in Krankenhäusern in Delmenhorst und Oldenburg, wo er unter anderem auf einer Intensivstation tätig war. Er brachte Patienten mit heimlichen Giftspritzen/Medikamenten in Lebensgefahr, um sie anschließend wiederbeleben zu können. Damit wollte H. sich vor Kollegen als heldenhafter Retter beweisen.

Weit über 100 Patienten überlebten diese Mordanschläage nicht – die Zahl ist sicher um ein Vielfaches höher, wie Johann Kühme, Präsident der Polizeidirektion Oldenburg, sagte. Allein am Klinikum Delmenhorst seien mehr als 130 Patienten, die während Schichten von Niels H. starben, eingeäschert worden. Ein Nachweis der Wirkstoffe sei somit nicht mehr möglich. Inzwischen ist von 200 Mordopfern die Rede.

Der Skandal hinter der Mordserie
Fest steht für die Ermittler, dass ein großer Teil der Morde hätte verhindert werden können. Bereits 2002 gab es am Klinikum Oldenburg offenbar eine Statistik, die zeigte, dass während der Schichten von Niels H. die Sterberate und die Zahl der Reanimationen stieg. Diese Statistik sei auch der damaligen Geschäftsführung bekannt gewesen, sagte Soko-Leiter Schmidt. Wären die Verantwortlichen damals schon zur Polizei gegangen, wäre es zu den weiteren Toten an der späteren Arbeitsstelle in Delmenhorst gar nicht erst gekommen, betonte Schmidt. Stattdessen trennte sich das Klinikum Oldenburg vom Pfleger – und stellte ihm ein gutes Arbeitszeugnis aus. Eine Warnung an das Klinikum Delmenhorst blieb aus.

Niels H. arbeite und mordete im Klinikum Delmenhorst bis zum Juni 2005. Auch in Delmenhorst gab es bald Gerüchte, weil auffällig viele Patienten während H.s Schicht starben. Später lagen auch handfeste Beweise vor. Zwei frühere Oberärzte und der Stationsleiter werden deshalb wegen Totschlags durch Unterlassen vor Gericht stehen.

Daran, dass sowohl in Oldenburg wie in Delmenhorst immer zugunsten des Mörders davon ausgegangen wurde, dass es keine mörderischen Absichten gäben könne, kann man sehen, wie blind die Medizin gegenüber ihren Verbrechern und Verbrechen ist. Medizinische Professionelle wähnen sich, „immer nur Gutes“ tun zu können.
Es ist diese mutwillige Selbstbeschönigung, die besonders augenfällig die Zwangspsychiatrie permanent beherrscht: Blind gegenüber den eigenen systematischen Menschenrechtsverletzungen und Verbrechen soll nun sogar der systematische Massenmord von 1939 bis 1949  in Deutschland mit internationaler Unterstützung weissgewaschen werden, siehe: http://die-bpe.de/fiktive_wissenschaft/

Zitate entnommen aus dem ausführlichen Bericht im NDR.

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