Fernsehsendung: In der Gutachterfalle

63_stgb_thumbAchtung – die folgende Fernsehsendung vormerken:
Wenn die Justiz am Ende ist – In der Gutachterfalle

  • im SWR Fernsehen: am Mi, 9.12. um 20.15 und Do, 10.12.2015 um 3.45
  • bei tagesschau24 am Sa, 12.12. um   00:15 und So, 13.12. um 13:15
  • bei EinsPlus: am Mi, 16.12.2015 um 11.45 und Do, 17.12.2015 um 8.45

Aus der Vorankündigung:
Es gibt wohl eine ganze Reihe von Gutachtern, die Menschen ohne lange zu zögern als „schuldunfähig“ oder „vermindert schuldfähig“ einstufen.  Wohl wissend, dass das häufig bedeutet, dass sie für viele Jahre im Maßregelvollzug landen. Die Schwere der Tat spielt da keine Rolle. Moralische Bedenken oder auch wissenschaftliche Standards werden teilweise ausgeblendet, so scheint es. Da viele Richter psychiatrische Gutachten nicht oder nur selten kritisch hinterfragen, machen sie die Gutachter zu den eigentlichen Richtern. Das ist vor allem deshalb bedenklich, weil die Gefährlichkeit von entlassenen Straftätern sehr oft falsch eingeschätzt: nämlich viel zu hoch.
Warum haben Gutachter eine solche Macht? Wer kontrolliert die Gutachter – und die Vergabe von Gutachteraufträgen? Wie wird die Qualität von Gutachten überprüft?  – Fragen, die sich nicht erst seit dem spektakulären Fehlgutachten von Gustl  Mollath stellen. Schon lange liegt da einiges im Argen – und noch immer hat sich nichts geändert. Bis heute. Tagtäglich werden Menschen falsch begutachtet – und weggesperrt…
Unter anderen kommt Gert Postel zu Wort, der sich als psychiatrischer Gutachter eingeschlichen hat: „Mein Chef hat zwei Jahre lang nicht gemerkt, dass ich kein Psychiater bin. Es reicht, mit Fachbegriffen jonglieren zu können.“

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