Späte Anerkennung

Späte Anerkennung für die Veröffentlichung der Namen von Menschen, die in der Aktion T4 ermordet wurden, durch IAAPA:
http://blog.gedenkort-t4.eu/2013/01/17/munchen-namenslesung-von-opfern-der-ns-euthanasie-am-18-1-2013
10 Jahre nach unserer Lesung am Wittenbergplatz vor dem KDW fand eine ähnliche Veranstaltung in München statt und der Ruf nach Veröffentlichung der bekannten Namen wird lauter.

In diesem Zusammenhang empfehlen wir dieses Buch: Diktatorpuppe zerstört, Schaden gering: Kunst und Geschichtspolitik im Postnazismus  von Lisa Bolyos und Katharina Morawek.  Aus einer Amazon-Rezension:

Gedenken muss einem Stachel haben!
In dem reichlich bebilderten, sehr liebevoll gemachten Buch, zeigen die beiden Autorinnen ein Kaleidoskop des vielfältigen Umgangs mit der Erinnerung an den Nazi- bzw. Ärzte-Massenmord.
Dabei richten sie ihr besonderes Augenmerk auf die künstlerischen Formen des Gedenkens, in denen die Erinnerung einen Stachel hat, in denen auch performative Formen gegen eine Gedenkindustrie gesetzt werden, in der sich Erinnern dem Verdacht aussetzt, nur ein Vergessen zu gewährleisten.
Das ist ein ausgezeichneter Blickwinkel, um Alibi- ja Kitsch-Gedenken von dem zu unterscheiden, was nach dem Versterben der letzten Augenzeugen immer schwieriger werden wird – die intellektuelle Anstrengung, um die Zusammenhänge zu verstehen und was das alles für das Heute bedeutet.